Ümit Sormaz

Deutschland hat immer noch keine Regierung

Die Wahl im September 2017 hat mit ihren sieben gewählten Parteien verdeutlicht, wie unterschiedlich unsere Gesellschaft ist und weshalb es auch beinahe zu einer Jamaika-Regierung gekommen wäre. Jedoch hat die FDP, da sie ihre Schwerpunkte im zukünftigen Koalitionsvertrag nicht ausreichend vertreten sah, die Notbremse gezogen und ist aus den Verhandlungen ausgestiegen. Die FDP war der Buhmann der Nation, weil sie an Ihren Werten und Schwerpunkten festgehalten hat. Die CSU hat sich in Bayern als die vermeintlich verlässliche Partei inszeniert und hat einfach den Punkt rund um die Flüchtlingsthematik aus der Koalitionsverhandlung rausgehandelt, um an die Regierung zu kommen. Noch im Frühjahr hat sich die CSU für ihre Verhandlungserfolge selbst gefeiert. Nun ist sie an der Regierung und riskiert das AUS der GroKo und ihre Regierungsfähigkeit genau für diesen ausgeklammerten Punkt. „Nicht die CSU, sondern die FDP war ehrlich zu Deutschland und ihren Bürgern, denn sie hat sich die Regierungsbeteiligung nicht hinterlistig erschlichen, um sie dann zu opfern“, stellt Ümit Sormaz, FDP-Direktkandidat, die aktuelle politische Entwicklung da. Denn so Sormaz weiter: „Es kann doch nicht sein, dass, neun Monate nach der Wahl, Deutschland immer noch keine Regierung hat“.